"einer der meistbeachteten Kritiker im deutschen Sprachraum"
Schweizer Fernsehen 2019
Die Spielzeit in Bern, Biel und Solothurn
* Spind'l... Sp'ich'r – Still'. Alexander Stutz. (UA)
Bühnen Bern.
Der Text von Alexander Stutz, eine Auftragsarbeit der Bühnen Bern, ist einzuordnen unter (a) Förderung des einheimischen Schaffens und (b) Darstellung des Themas "fürsorgerische Zwangsmassnahmen". Das Kollektiv der Betroffenen, ein nicht näher definiertes weibliches Wir, wird von der Inszenierung auf vier Sprecherinnen verteilt. Sie tragen chorisch und einzeln (a) die Feststellungen, Wünsche und Befindlichkeiten der Insassinnen und (b) die Anordnungen der Behörden und Schwestern in einem nicht näher definierten Katharinenheim vor. Das Ganze ergibt eine saubere Auslegeordnung zur historischen Problemlage und Zeit, wobei die Aufführung auf mittlerer Höhe segelt: Sie bewegt sich zwar über den Niederungen der journalistischen Dokumentation, gelangt aber nicht auf die Höhe von Drama und Film, wo es Schicksale und Charaktere zu erleben gibt. Zur Arbeit würde ein graubärtiger Lehrer "ganz ordentlich" ins Aufsatzheft schreiben und nach leichtem Zögern eine Fünf vergeben. So gleichfalls der Kritiker.
(Besprechung folgt.)
Hamlet Träume. Stephan Teuwissen. (UA)
Theater Orchester Biel Solothurn.
Die "Hamlet Träume" von Stephan Teuwissen sind nicht ein Stück, nicht eine Textfläche, sondern ein Verbrechen. Durch ein jämmerliches "Spiel Jeu" wird Shakespeares grosser, wundersamer Tragödien-Organismus mit roher Klinge zu Hackfleisch zerfetzt. Assoziative Willkür verdrängt das feingesponnene Netz der dramatischen Kausalitäten.
Spielpläne
Saison 25/26
in Bern, Biel
und Solothurn
Blick über die Grenze 25/26
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