King mit Blechkrone. © Tanja Dorendorf / T+T Fotografie.

 

 

Hamlet Träume. Stephan Teuwissen.

Spiel Jeu.

Mélanie Huber. Theater Orchester Biel Solothurn.

Die Stimme der Kritik für Bümpliz und die Welt, 2. September 2026.

 

> Die "Hamlet Träume" von Stephan Teuwissen sind nicht ein Stück, nicht eine Textfläche, sondern ein Verbrechen. Durch ein jämmerliches "Spiel Jeu" wird Shakespeares grosser, wundersamer Tragödien-Organismus mit roher Klinge zu Hackfleisch zerfetzt. Assoziative Willkür verdrängt das feingesponnene Netz der dramatischen Kausalitäten. <

 

An der Uraufführung im schwach besetzten Solothurner Stadttheater glucksen die Zuschauerinnen und Zuschauer vor Wonne. Eine leidvolle Schmach, angerichtet von der Selbstüberschätzung des Autors, der Selbstüberschätzung der Schauspielleitung und der Selbstüberschätzung des Publikums. Shakespeare? Pah! Wir wissen es besser! Mir sy d Sieche!

 

Auf der Bühne agiert ein armer Alleindarsteller namens Fabian Müller. Sein Körper ist zwar noch gelenkig, aber die Stimme verbraucht. Rauh kommt sie von hinten aus der Kehle, und bei den unbetonten Silben bricht sie ab.

 

Die Tortur, mitangerichtet von Regisseurin Mélanie Huber, dauert 1 Stunde 45 Minuten zum Preis von 55 Franken.

Ein armer ... 

... Alleindarsteller ... 

... namens Müller.